Branchendialog Ernährung Mini-Movie | Foodmesse und Podiumsdiskussion

Das Video zum 4. Branchendialog für ein nachhaltiges Bayern. Aktionen und Akteure in Bild und Ton…

Der 4. Bachendialog für ein nachhaltiges Bayern der Grünen Landtagsfraktion Bayern am 03.Mai 2012 fasste die Ernährungsindustrie ins Auge. Von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Handel wurde eine große Themenpalette auf dem Podium diskutiert. Die VeranstaltungsteilnehmerInnen konnten sich zuvor auf der Food-Messe informieren und dem Sterne-Koch Karl Ederer beim gemeinsamen Kochen mit der Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause über die Schulter schauen.

Gemeinsam mit der ernährungspolitischen Sprecherin Anne Franke und moderierte von Margarete Bause diskutierten die BranchenexpertInnen aus der Branche über die Zukunft der Ernährung und Ernährungswirtschaft: Xaver Fischer (Vion GmbH), Hanni Rützler (future food studio), Hans Hartl (NGG Bayern), Karl Schweisfurth (Hermannsdorfer Landwerkstätten)

Branchendialog Ernährung: …was auf den Tisch kommt?

Wir alle tun es mehrmals täglich und mit unterschiedlichen Vorlieben: Essen. Nicht umsonst ist die Nahrungs- und Futtermittelherstellung gemessen am Beschäftigungsanteil die drittgrößte Industriebranche in Bayern. Allein im Bereich der Backwaren-, Milch- und Fleischerzeugung und -verarbeitung arbeiten fast 85.000 Menschen.

Umso mehr wollen und müssen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie eine verbraucherfreundliche, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Ernährungsindustrie in Bayern aussehen soll.

Die Ernährungsbranche steht vor großen Herausforderungen, denn: Wohin gehen die Trends im Ernährungsverhalten der VerbraucherInnen? Werden zunehmend Fertigprodukte oder eher frische ökologisch und regional erzeugte Produkte im Einkaufswagen landen? Wie also wird unsere Ernährung in der Zukunft eigentlich aussehen?

Auch für VerbraucherInnen stellen sich viele Fragen: Wie erreichen wir, dass die VerbraucherIn weiß, was sie/er isst? Wie lässt sich nach Lebensmittelskandalen wie jüngst Müller-Brot das Vertrauen der VerbraucherInnen in Lebensmittel wieder herstellen und erhalten? Welchen Umfang an Transparenz müssen Unternehmen in Folge des zunehmend „bewussteren“ Einkaufsverhaltens der KonsumentInnen anbieten und – haben die VerbraucherInnen ein Recht auf die Veröffentlichung von Lebensmittelkontrollen?

Nicht zuletzt wollen wir diskutieren, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann und wie sich die Ernährungsbranche in Bayern in Zukunft auch in Hinblick auf Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen entwickeln wird.

Mit Ihnen und unseren ExpertInnen möchten wir über Entwicklungen, Perspektiven und Handlungsstrategien diskutieren.

Neben der Diskussion freuen wir uns auf kulinarische Köstlichkeiten von vielen Ausstellern aus der Region und auf ein Kochevent mit Spitzenkoch Karl Ederer!


Einladung

Wir laden ein zur Abendveranstaltung “…was auf den Tisch kommt?” im Rahmen des Branchendialogs Ernährung am Do. 03.05.2012 von 18.00 Uhr bis 22.00 Uhr im Bayerischen Landtag. Weitere Informationen und Anmeldung auf der Fraktionswebseite.

Programm

18:00 Uhr | Einlass

Foodmesse mit Ausstellern aus der Region – probieren Sie, wie gut regionales, saisonales und biologisches Essen schmeckt!

 

19:00 Uhr | Karl Ederer kocht!

Gemeinsam mit unserer Fraktionsvorsitzenden Margarete Bause zeigt Spitzenkoch Karl Ederer sein ganzes Können – und für jeden bleibt ein leckerer Sterne-Happen übrig!

 

20:00 Uhr | Podiumsdiskussion: Wie isst Bayern in Zukunft?

Es diskutieren:

  • Anne Franke, MdL Sprecherin für Verbraucherschutz
  • Xaver Fischer Geschäftsführer VION FKM Furth im Wald GmbH (angefragt)
  • Hans Hartl Landesbezirksvorsitzender Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten, Bayern
  • Hanni Rützler Trendforscherin am future food studio, Wien
  • Karl Schweisfurth Geschäftsführer Hermannsdorfer Landwerkstätten, Glonn

Moderation: Margarete Bause, MdL Fraktionsvorsitzende

 

22:00 Uhr | Ende der Veranstaltung

 

Einladung: Von unten oder von oben? – Wie kann die Energiewende in Bayern umgesetzt werden?

Im Rahmen des Branchendialogs “Energie” laden wir herzlich ein am Montag, 14.11.2011 von 19 Uhr bis ca. 21.00 Uhr ins Maximilianeum.

Von oben oder von unten? Wie wird die Energiewende für Bayern aussehen? Energiewende: Jahrelang erbittert bekämpft, ist sie plötzlich zum Aushängeschild schwarz-gelber Energiepolitik geworden. Aber was heißt Energiewende? Gaskraftwerke statt Atomkraftwerke, tausend Windräder für Bayern und Stromleitungen in alle Richtungen? Ist diese Staatsregierung tatsächlich fähig und willig zu einer Energiewende? In Wirklichkeit arbeiten schon viele Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger und Kommunen seit Jahren an der Energiewende. Werden Sie jetzt erdrückt oder beflügelt? Was braucht Bayern um seine Stromversorgung klimaneutral und unabhängig von Weltmärkten und Großkonzernen zu gestalten? Was sollen wir von dieser oder der nächsten Staatsregierung erwarten?

Wir laden Sie/Dich herzlich ein, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen.

Ludwig Hartmann, MdL
Energiepolitischer Sprecher


Die Brachenexperten auf dem Podium:

  • Ludwig Hartmann, MdL, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag
  • Dr. Stephan Buller, Siemens AG Erlangen
  • Dr. Kurt Mühlhäuser, Stadtwerke München GmbH SWM
  • Dr.-Ing. Michael Fiedeldey, Allgäuer Überlandwerk GmbH
  • Florian Hildebrand, Journalist, Bayerischer Rundfunk
    (Moderation)

Programm:

18:30 | Einlass
19:00 | Begrüßung
19:05 | Filmische Einstimmung
19:15 | Podiumsdiskussion
19:45 | Schlusswort
– Anschließend laden wir zu Gesprächen und einem kleinen Bio-Imbiss ein.

Anmeldung:
Auf der Fraktionswebseite gibt es die Möglichkeit, sich zur Veranstaltung anzumelden.

 

Einladung: Stimmt die Chemie? – Herausforderungen für den Chemie-Standort Bayern

Wir laden alle Interessierten herzlich ein zur 2. öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Branchendialoge “Ökonomie im Grünen Bereich” am Donnerstag, 21.07.2011 von 19.30 bis 22.30 Uhr im Saal 3 des Maximilianeums, München.

Kiwi-limone cc Finex @ Jugendfotos.de

Kiwi-limone cc Finex @ Jugendfotos.de

Die Erzeugnisse der Chemischen Industrie sind allgegenwärtig. Von uns mitunter bewusst und häufig unbewusst wahrgenommen prägt die Chemie in vielfältiger Weise unser Umfeld, nicht zu letzt als wichtiger Bestandteil des Wirtschafts- und Forschungsstandortes Bayern. Klimawandel, Ressourcenknappheit, Umweltschutz, Fachkräftemangel sind Bereiche in denen die Branche vor großen Herausforderungen steht. Wir wollen und müssen uns mit der Frage auseinandersetzen, wie sich eine sozial, ökonomisch, und ökologisch nachhaltige chemische Industrie in Bayern entwickeln muss.

Wir möchten mit Ihnen und unseren Experten über notwendige Entwicklungen, Perspektiven und Handlungsstrategien sprechen.

Wie wird der Chemiestandort Bayern in 10 oder 20 Jahren aussehen? Welche chemischen Produkte werden entwickelt und angewendet werden? Welche Herausforderungen muss die klein- und mittelständig strukturierte Chemiebranche in den nächsten Jahren bewältigen? Welche Erwartungen haben die Mitarbeiter, die Kunden, die Politik, die internationalen Märkte? In welchen Produkten liegt die Zukunft und wo liegen die künftigen Absatzmärkte?

Über die Herausforderungen für die bayerische Chemiebranche diskutieren:

Reinhard Bütikhofer Mitglied des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie (ITRE), Sprecher  der Europagruppe GRÜNE sowie Stellvertretender Fraktionsvorsitzender
Sonja Haider Advisor investment sector, International Chemical Secretariat (CHEMSEC) Deutschland
Thomas Mütze, MdL Moderation

Zur thematischen Einstimmung zeigen wir einen kurzen Videobeitrag. Die sich anschließenden Beiträge unserer ExpertInnen dienen dann als Grundlage für eine Fachdiskussion mit dem Publikum.

Anmeldungen auf der Fraktionswebseite

Aus dem ifo-Schnelldienst: Sind die Pläne der EU-Kommission zur Treibstoff-Besteuerung ein Beitrag zur besseren Abstimmung der Klima- und der Steuerpolitik?

Die EU-Kommission hat einen Entwurf einer Energiesteuerrichtlinie vorgelegt, der eine grundlegende Reform der Energiebesteuerung vorsieht, um Anreize für eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs zu setzen. Nach Ansicht von Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sind aus verkehrs- und umweltpolitischer Sicht Fortschritte zu einer weiteren Harmonisierung der EU-Energiebesteuerung zunächst einmal zu begrüßen, aber es gibt gute Gründe dafür, dem Vorschlag der EU-Kommission zum jetzigen Zeitpunkt und in der aktuellen Form mit Skepsis zu begegnen. Die Vorlage einer Energiebesteuerung wirke zu voreilig, da sie stark auf ein isoliertes Feld konzentriert und nicht in ein Gesamtkonzept eingebettet sei. Ferdinand Dudenhöffer, CAR-Center Automotive Research und Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft, Universität Duisburg-Essen, sieht in den Plänen der EU-Kommission einen guten Anfang. Allerdings seien sie erst eine Partiallösung. Was fehle, sei ein durchdachtes Gesamtsystem – und nicht nur eine Steuerlösung für Energie. CO2-Steuer, Energiesteuern und Nutzungsgebühren müssten in einem vernünftigen Verhältnis zuein­ander stehen. Die Aufgabe der EU-Kommission sollte es sein, Vorschläge für ein Gesamtverkehrssystem vorzustellen, das von den Mitgliedstaaten dann gemäß ihren Fiskalbedürfnissen angepasst werden kann. Auch nach Meinung von Werner Rothengatter, Universität Karlsruhe, gehen die Vorschläge der Kommission zur Energiebesteuerung sowohl klima- wie auch steuerpolitisch in die richtige Richtung, verlangen aber substanzielle Nachjustierungen, um kontraproduktive Effekte zu vermeiden. Nach Hans-Jochen Luhmann, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH, sollte das CO2-Element getrennt ausgewiesen und das markante Element einer Besteuerung von Energieträgern im EU-Raum sein.

Der vollständige Artikel aus dem ifo-Schnelldienst 10/2011 wurde uns freundlicherweise von Prof. Dudenhöffer zur Verfügung gestellt.
Er steht hier zum Download bereit.

Südschiene Bayern-BaWü: Sind weniger Autos besser als mehr?

Mercedes-Benz "Concept A-Class" (Quelle: Daimler AG)

Mercedes-Benz "Concept A-Class" (Quelle: Daimler AG)

“Weniger Autos sind natürlich besser als mehr”, sagte Winfried Kretschmann, Baden-Württembergs neuer grüner Ministerpräsident nach der Wahl. Damit provozierte er die vorhersehbare, reflexartige Kritik der CSU, die ein Jahr nach einer massiven Pkw-Überproduktion, die zur sog. “Abwrackprämie” geführt hat, immer noch am “mehr ist mehr” festhält.

Fast zeitgleich stellte jedoch Mercedes Benz bei der “Auto Shanghai 2011″ die Concept A-Class vor: Ein Vorgeschmack auf den breiten Einstieg in kleinere, ökologischere und zukunftsfähigere Autoklassen, auch bei den “Premiummarken”. Denn ganz im Sinne von Kretschmann zeigt Mercedes damit, dass Qualität vor Quantität durchaus Sinn macht. Damit ist Mercedes in guter Gesellschaft, denn überall wird derzeit darüber nachgedacht, welchen Bedeutung das Auto für zukünftige Mobilitätsphilosophien haben wird.

Dass der Automobilstandort Bayern allen voran mit Audi und BMW in dieser Frage weiter ist, als die Regierungsparteien zeigte sich auch beim Grünen Branchendialog “Automobilität”, in dem die Beteiligten ein differenziertes Bild zeichneten. Wir alle merken, dass Gesellschaft und Wirtschaft im Wandel sind, und die Grünen im Bayerischen Landtag sind gut aufgestellt, einen konstruktiven Beitrag zu leisten – jenseits der Angstmacherei der CSU. Denn auch für Bayern gilt der Satz von Winfried Kretschmann: “Wir müssen zeigen: Wohlstand ist möglich, ohne Lebensgrundlagen zu zerstören.”

Neue Autos braucht das Land! – Grüne diskutieren über die Zukunft der Automobilbranche

 

Neue Autos braucht das Land: Dr. Weert Canzler, Margarete Bause und Karl-Heinz Büschemann

Neue Autos braucht das Land: Dr. Weert Canzler, Margarete Bause und Karl-Heinz Büschemann

Wie sieht unsere Mobilität in 10 oder 20 Jahren aus? Welche Autos werden in Zukunft in Bayern entwickelt, gebaut und gefahren? Welche Herausforderungen muss die Automobilbranche in den nächsten Jahren bewältigen? Welche Erwartungen haben die Mitarbeiter, die Kunden, die Politik, die internationalen Märkte an das Auto der Zukunft? Welche Strategien entwickeln die Autobauer angesichts der vielfältigen Herausforderungen?

Über diese Fragen diskutierte Margarete Bause, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen am Donnerstag Abend mit zwei ausgewiesenen Automobilitätsexperten: Zum einen mit Karl-Heinz Büschemann (im Bild rechts), Journalist und Autor des Buches „Crashtest – Deutsche Autobauer ohne Plan und Strategie“ und zum anderen mit Dr. Weert Canzler (im Bild links), dem Leiter der „Projektgruppe Mobilität“ im Schwerpunkt „Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik“ im Wissenschaftszentrum Berlin.

Karl-Heinz Büschemann erklärte, dass in den Schwellenländern rund 5 Milliarden Menschen auf ein Auto für 4.000 – 5.000 € warten würden. Derzeit seien die deutschen Autokonzerne aber nicht in der Lage, dies zu bauen. In diesem Zusammenhang stellte Büschemann die Subventionen für die Autobauer im Bereich E-Mobilitätsentwicklung in Frage. Das Auto der Zukunft, so der SZ-Journalist, wird von anderen Unternehmen (z.B. aus der Energiebranche, vgl. FTD v. 9.3.2011) und kleinen neuen Unternehmen kommen.

Auch Dr. Weert Canzler plädiert für neue Wege beim Thema Automobilität: “Wir müssen uns von den vier Essentials der Autoindustrie ‘große Reichweite’, ‘starke Beschleunigung’, ‘max. Zuladung’ und ‘Höchstgeschwindigkeit’ verabschieden. Unser Mobilitätsverhalten kann nicht eins zu eins auf E-Mobilität umgestellt werden.” Momentan sieht Canzler die Zukunft des Elektroautos skeptisch: In 10 Jahren werden wir kaum mehr E-Mobile haben, weil es für Private zu teuer und unbequem ist, so der Wissenschaftler. Canzler fordert große Flottenversuche mit E-Mobilen, um diese in ein neues, intelligentes Stromnetz zu integrieren: “Eine Stromlücke wird es durch Umsteigen auf E-Mobilität nicht geben. Im Gegenteil: Überkapazitäten der Regenerativen können z.B. bei nachts abgestellten Busflotten gespeichert werden.”

Globales Ölfördermaximum nach der Berechnung von Marion King Hubbert (cc:by Hankwang)

Globales Ölfördermaximum nach der Berechnung von Marion King Hubbert (cc:by Hankwang)

Beide sind Gäste waren sich einig: Durch den “peak-oil” also das Globale Ölfördermaximum, werden Verbrennungsmotoren im Verbrauch so teuer, dass langfristig auch die Brennstoffzelle eine Chance hat. Der Mobilitätswandel könne aber nicht allein dem Marktgeschehen überlassen werden: “Wir brauchen politischen Druck und eine Nutzerfinanzierung der Mobilität z.B. mit Tempolimit, Abgasgrenzwerten, City-Maut oder einer Sperrung der großen Städte für Verbrennungsmotoren.”

Im Anschluss an die öffentliche Auftaktveranstaltung zum Branchendialog “Automobilität” findet heute, am Freitag, der interne Workshop statt, in dem Vertreter aus Wissenschaft, Technik, Verbänden und Politik die Zukunft der Autobranche in Bayern diskutieren.

Automobilbranche Bayern: Die Beschäftigtenzahlen

Automobilindustrie Bayern - Beschäftigte nach Regierungsbezirken

Automobilindustrie Bayern: Beschäftigte nach Regierungsbezirken

Zur Vorbereitung auf unsere Branchendialoge durchforsten wir gerade alle möglichen Datenbestände. Das ist gar nicht so leicht, da aktuelle Daten oft noch nicht vorliegen – vor allem speziell für Bayern. Trotzdem lassen sich interessante Zahlen finden. So zeigt unsere Grafik oben die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen der bayerischen Automobilindustrie. Im Jahr 2001 waren 175.377 Menschen beschäftigt, im Jahr 2008 ein Rekord von 184.909 Menschen und im Folgejahr 2009 dann ein Tiefstand von 168.593 Beschäftigten.

Nach Regierungsbezirken aufgeschlüsselt, sieht man, dass vor allem (Ober-)Franken von Stellenabbau betroffen ist: Über 9.000 Stellen sind hier in der Autobranche in den letzten Jahren weggefallen. Während andere Regionen im 10 Jahres-Vergleich eher stagnieren, konnte dagegen Schwaben kontinuierlich rund 2.o00 Arbeitsplätze hinzugewinnen.

Automobilindustrie Bayern - Beschäftigte nach Wirtschaftsgruppen

Automobilindustrie Bayern: Beschäftigte nach Wirtschaftsgruppen

Neben der Betrachtung nach Regierungsbezirken ist es auch interessant, sich die Wirtschaftsgruppen anzusehen. Im Bereich “Kraftwagen/Motore” (blau) waren in den letzten Jahren zwischen 107.000 und fast 113.000 Menschen beschäftigt und bei “Karosserien, Aufbauten & Anhänger” (grün) zwischen 6.800 und 8.400 Menschen. Im Bereich “Teile/Zubehör für Kraftwagen” gab es die größte Schwankung von rund 64.074 Beschäftigten im Jahr 2008 blieben im Folgejahr nur noch 53.641 übrig.

Unser Fazit: Die Zahlen belegen, dass die Automobilindustrie in Bayern ein wichtiger Arbeitgeber ist und dass von ihrer Zukunft nicht nur viele tausende Arbeitsplätze abhängen, sondern auch das Schicksal ganzer Regionen. Darum sehen wir als Grüne unseren Auftrag darin, die Branche in die Zukunft der Automobilität zu begleiten.

 

Neue Autos braucht das Land! – Einladung zur öffentlichen Auftaktveranstaltung der Branchendialoge

Weert Canzler

Weert Canzler

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde,

wir laden Sie herzlich ein zur öffentlichen Auftaktveranstaltung unserer Branchendialoge „Ökonomie im Grünen Bereich“ mit dem Thema

Neue Autos braucht das Land!

am Donnerstag, 7.4.2011 um 19 Uhr in Saal 3 des Bayerischen Landtags.

Wie sieht unsere Mobilität in 10 oder 20 Jahren aus? Welche Autos werden in Zukunft in Bayern entwickelt, gebaut und gefahren? Welche Herausforderungen muss die Automobilbranche in den nächsten Jahren bewältigen? Welche Erwartungen haben die Mitarbeiter, die Kunden, die Politik, die internationalen Märkte an das Auto der Zukunft? Welche Strategien entwickeln die Autobauer angesichts der vielfältigen Herausforderungen?

Wir möchten reden über Entwicklungen, Zukunftsvorstellungen und Handlungsstrategien. Denn die Frage, wie eine zukunftsfähige (Auto)Mobilität angesichts von Klimawandel, Ressourcenknappheit und globaler Motorisierung aussehen kann, betrifft uns alle.

Über die Autos der Zukunft diskutieren:

Dr. Weert Canzler

Leiter der „Projektgruppe Mobilität“ im Schwerpunkt „Gesellschaft und wirtschaftliche Dynamik“ im Wissenschaftszentrum Berlin

Karl-Heinz Büschemann
Journalist, Autor des Buches „Crashtest – Deutsche Autobauer ohne Plan und Strategie“

Moderation
Margarete Bause, MdL
Fraktionsvorsitzende

Zur Einstimmung in das Thema zeigen wir eine kurze Werberolle zum Thema Automobil aus den letzten Jahrzehnten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme – melden Sie sich gleich online an!

Herzliche Grüße

Margarete Bause, MdL

 

So arbeitet die Fraktion: Personen, Papiere, Parlamentarische Treffen

Parlamentarisches Treffen mit dem Verband der Freien Berufe

Die Grünen im Bayerischen Landtag beschäftigen sich auf vielfältige Weise mit wirtschaftlichen Themen. Das spiegelt sich auch in der personellen Vertretung wieder: Fraktionsvorsitzender Martin Runge ist gleichzeitig wirtschaftspolitischer Sprecher und kann hier auf viele Jahre Erfahrung zurückgreifen und Fraktionsvorsitzende Margarete Bause sieht Wirtschaft als Querschnittsthema und setzt z.B. mit den Branchendialogen innovative Akzente.

In der täglichen Arbeit im Landtag ist die grüne Wirtschaftspolitik von strategischen Papieren, parlamentarischen Reden und verschiedensten Anträgen geprägt. Aber auch Stellungnahmen zu aktuellen Themen gehören zum “Alltagsgeschäft”. Die Fraktionswebseite dokumentiert diese Arbeit und bietet darüber hinaus Informationen zu Abgeordneten, Veranstaltungen oder Publikationen.

Mit zur parlamentarischen Arbeit gehört das Gespräch mit Betroffenen und Interessenvertreter/-innen, denn nur so können die Abgeordneten erfahren, welche Probleme zur Zeit drängen und wo politisches Handeln erforderlich ist. Ein Beispiel für diese Gespräche ist das Arbeitsfrühstück mit dem Verband der Freien Berufe in Bayern, das kürzlich stattgefunden hat.
Besprochen wurden aktuellen Themen, die u.a. Steuerberater, naturwissenschaftliche und technische Berater oder auch bildende Künstler betreffen. Schöner Nebeneffekt des Treffens, zu dem grüne Abgeordnete mit verschiedensten thematischen Schwerpunkten kamen, dass man sich persönlich kennenlernt und so Politik etwas bürgernäher wird.